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Garmin weist solide Finanzen – schuldenfreie Bilanz, operative Marge im Top-Quartil und stetig steigende Dividenden – sowie ein moderates Gewinnwachstum von etwa 8 % pro Jahr auf. Der Aktienkurs hat sich seit Ende 2022 fast verdreifacht; mit einem aktuellen KGV von rund 28 liegt die Bewertung sowohl über dem historischen Schnitt (~20) als auch über der für 12 % Wachstum typischen Referenz (~22), sodass das Aufwärtspotenzial begrenzt und das Rückschlagrisiko erhöht ist. Kurzfristige Renditen wären nur zu erwarten, wenn der Markt dieses hohe Multiple beibehält; fällt die Aktie auf das faire Bewertungsband zurück, dürfte zunächst eher Seitwärts- oder Abwärtsdruck entstehen. Insgesamt bleibt Garmin ein qualitativ gutes, aber gegenwärtig teuer bepreistes Tech-Large-Cap, für das sich Anleger nach günstigeren Einstiegs­kursen umsehen sollten.

ASML ist seit vier Jahren kursseitig nahezu unverändert, doch das Bewertungsniveau hat sich von einem KGV ≈ 57 auf rund 32 halbiert und liegt damit unter dem historischen Zehnjahres-Durchschnitt, während das Gewinnwachstum weiter bei gut 20 % p. a. liegt. Im Technologievergleich ist die Aktie damit fair bis leicht günstig bewertet und zeigt zugleich Spitzenwerte bei operativer Marge (≈ 34 %), negativer Nettoverschuldung sowie einer Kapitalrendite von fast 49 %. Bleiben die von über 30 Analysten erwarteten Gewinnsteigerungen (-22 % 2025, +13 % 2026) intakt und hält das aktuelle KGV, signalisiert das Modell bis Ende 2026 etwa 25 % Kursplus bzw. knapp 17 % Gesamtrendite pro Jahr. Wegen hoher Marktstellung, starker Bilanz und historischem Bewertungsabschlag gilt ASML damit als qualitativ hochwertiges, derzeit moderat bepreistes Chip-Ausrüster-Investment.

Die LVMH-Aktie ist seit dem Allzeithoch von 2023 um fast 50 % gefallen, da sowohl das tatsächliche Gewinnwachstum als auch die Analystenprognosen schwächer ausgefallen sind, unter anderem wegen schwacher Luxus-Nachfrage in China, Währungsbelastungen und Normalisierung nach Pandemie-Boom. Mit dem aktuellen KGV von etwa 17 liegt der Kurs nun wieder im „fairen Bereich“ des historischen Bewertungs-Korridors; die Dividendenrendite ist dadurch auf rund 2,6 % gestiegen. Analysten erwarten für 2025 zwar nochmals ein Gewinn-Minus von ~8 %, danach jedoch ein jährliches Plus von ca. 12 %; sollte sich dies bewahrheiten und die Aktie zu ihrem 20-Jahres-Durchschnitts-KGV von 22,5 zurückkehren, ergäbe das bis 2027 ein Potenzial von knapp 40 % Kursgewinn (rund 17 % p. a. inklusive Dividenden). Im Branchenvergleich zeigt die Bewertungsmatrix LVMH qualitativ solide und leicht unterbewertet – günstiger als etwa Hermès oder Ferrari, aber teurer als Prada – sodass die Aktie auf dem aktuellen Niveau als ausgewogenes Luxus-Investment gilt, jedoch von der konjunkturellen Erholung im Premium-Segment abhängig bleibt.

Evolution Gaming ist nach weiteren Analysten-Abwärts­revisionen und einem Kursrückgang von rund 30 % seit Oktober (über 60 % vom All-Time-High) auf das Niveau von August 2020 zurückgefallen; das KGV liegt nur noch bei etwa 10 und damit deutlich unter dem für das aktuelle Wachstums­tempo fairen Bereich. Trotz des verlangsamten Expansions­kurses generiert der Live-Casino-Marktführer extrem hohe Cashflows: die nominelle Dividenden­rendite beträgt ca. 4,6 %, und zusammen mit aggressiven Aktien­rückkäufen kommt einer „Cash-Yield“ von gut 10 % zustande. Chancen bieten weiteres geografisches Wachstum (u. a. Nordamerika) und neue Spiel­formate, während regulatorische Eingriffe, höhere Glücksspiel­steuern und aufkommender Wettbewerb die größten Risiken bleiben. Gehen die – bereits gesenkten – Gewinn­prognosen auf und pendelt sich die Bewertung wieder beim branchen­üblichen KGV (~16) ein, deutet das Bewertungs­modell bis 2026 auf ein Gesamt­renditepotenzial von rund 70 % (≈ 42 % p. a.).

Die Novo-Nordisk-Aktie ist nach enttäuschenden Studienergebnissen des Abnehmmedikaments CagriSema, rückläufigen Zahlen bei Verschreibungen in den USA, CEO-Rücktritt und Zollsorgen um mehr als 50 % gefallen und notiert erstmals seit Ende 2018 wieder etwa beim fairen KGV-Niveau (~18). Trotz des Kurssturzes wächst das Kerngeschäft weiter: Analysten erwarten für 2025/26 Gewinn­zuwächse von rund 16 % bzw. 20 %, die Dividendenrendite liegt nun bei ca. 3 % bei einer historischen Steigerungsrate von 16 % p. a. Im direkten Vergleich erscheint Novo Nordisk aktuell günstiger und qualitativ stärker als Hauptkonkurrent Eli Lilly. Sollte sich das prognostizierte Wachstum realisieren und das Bewertungs­multiple zumindest auf den historischen Schnitt (KGV ≈ 25) zurückkehren, deutet das Modell bis 2027 auf ein jährliches Renditepotenzial von etwa 30 %, bei gleichbleibendem KGV immerhin auf knapp 18 % p. a.

UnitedHealth ist wegen höherer Behandlungskosten, Gewinnwarnungen, des Rücktritts von CEO Andrew Witty und Betrugsermittlungen zum Medicare-Programm seit März um rund 40 % eingebrochen und notiert nun bei etwa 292 USD (mehr als 50 % vom Allzeithoch). Mit einem KGV von circa 16 liegt die Aktie historisch und im Sektorenvergleich erstmals wieder unter ihrem „fairen“ Bewertungsband, obwohl Analysten den Gewinnrückgang 2024 (-36 %) und eine abgesenkte Prognose für 2025 (≈ 22,90 USD/Aktie) bereits eingepreist haben. Hält die revidierte Schätzung eines anschließenden Gewinnwachstums von 48 % (2025) und 17 % (2026) und kehrt das KGV auf seinen 20-Jahres-Durchschnitt von 17,7 zurück, könnte der Kurs laut Modell bis 2027 Richtung 550 USD steigen – gut 95 % Gesamtrendite inklusive Dividende. Aufgrund der laufenden Ermittlungen und der weiterhin unsicheren Kostenentwicklung empfiehlt der Autor dennoch zusätzliche Recherchen vor einem möglichen Einstieg.


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