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In diesem ersten Teil einer dreiteiligen Serie wird gezeigt, dass die „Magnificent 7“ nach der deutlichen Korrektur insgesamt wieder näher an fairen Bewertungen liegen – mit Ausnahme von Tesla und teils Apple, während viele andere (aus Sicht des Autors) schon im attraktiven Bereich sind. Besonders Nvidia sticht durch sehr hohe Qualität (starke Margen, viel Cash, hohe Kapitalrendite) und trotz starken Wachstums aktuell eher günstige Bewertung hervor. Auch Microsoft wirkt nach dem Rücksetzer fairer bewertet, mit robustem Gewinntrend und soliden Qualitätskennzahlen; die Dividende bleibt dabei eher ein kleiner Bonus. Insgesamt: Die Rally-Treiber sind fundamental weiterhin stark, aber die Annahmen hängen stark daran, dass die Gewinnschätzungen der Analysten auch wirklich eintreffen.

Heico ist ein sehr starkes Aerospace-&-Defense-Unternehmen, das dank seiner zugelassenen Ersatzteile (PMA) hohe Margen und stabile Nachfrage hat – Rückenwind kommt u.a. aus steigenden Verteidigungsbudgets. Bewertungstechnisch ist die Aktie aber seit Jahren mit einem deutlichen Aufpreis unterwegs und liegt trotz Rücksetzer weiterhin weit über dem, was für klassische Industriewerte üblich ist. Operativ wirkt die Qualität laut Kennzahlen solide (gute Marge, ordentliche Kapitalrendite, überschaubare Verschuldung), nur der Preis ist der klare Haken. Die Prognose fällt daher eher verhalten aus: Wenn das hohe Bewertungsniveau nicht hält, steckt trotz guter Firma spürbares Korrekturpotenzial drin.

Veeva Systems ist ein stark wachsendes Cloud-Softwareunternehmen für Pharma/Biotech, mit hoher Kundenbindung durch Compliance- und Effizienzvorteile. Bewertungstechnisch war die Aktie historisch oft sehr teuer, ist nach der Korrektur aber im Vergleich zur eigenen Vergangenheit deutlich günstiger – trotzdem weiterhin kein „Schnäppchen“ auf absoluter Basis. Qualitativ überzeugt Veeva mit soliden Margen, netto schuldenfreier Bilanz und hoher Cash-Generierung, wobei die hohe aktienbasierte Vergütung ein klarer Wermutstropfen bleibt. Unterm Strich: attraktives Qualitätsprofil, aber der Investment-Case hängt stark daran, dass das hohe Wachstum anhält und der Markt wieder bereit ist, dafür hohe Multiples zu zahlen.

Novo Nordisk ist nach weiteren negativen News und gesenkten Analystenerwartungen stark gefallen und wirkt im Video bewertungstechnisch inzwischen sehr günstig – statt Euphorie dominiert jetzt klar Pessimismus. Haupttreiber waren eine überraschend schwache Jahresprognose (inklusive möglichem Rückgang von Umsatz/Gewinn), Preisdruck in den USA und enttäuschende Studiendaten zu einem wichtigen Nachfolgeprodukt, was Sorgen um Marktanteile gegenüber Eli Lilly verstärkt. Gleichzeitig bleibt Novo laut Video operativ sehr profitabel (hohe Margen, solide Cashflows, attraktive Dividendenrendite), auch wenn Kennzahlen wie die Kapitalrendite zuletzt klar nachgegeben haben. Das Chance-Risiko-Bild: Wenn sich die Prognosen stabilisieren, kann die Aktie wieder Richtung „Normalbewertung“ laufen – falls nicht, drohen weitere Revisionen und damit weitere Volatilität.

Salesforce kann trotz des starken Kursrückgangs als fundamental inzwischen eher günstig eingeordnet werden: Das aktuelle bereinigte KGV liegt unter der Referenzbewertung, während die Gewinne und Fundamentaldaten über die Jahre in den Kurs hineingewachsen sind. Gleichzeitig ist der Burggraben (Moat) weiterhin stark – vor allem durch hohe Wechselkosten, das Ökosystem (AppExchange) und die Integration von KI (z. B. Agentforce + Data Cloud), auch wenn KI langfristig natürlich ein Unsicherheitsfaktor bleibt. Qualitativ erscheint Salesforce laut den gezeigten Kennzahlen solide bis stark (gute Marge, sehr geringe Nettoverschuldung, ordentliche Kapitalrendite), und im Wettbewerbsvergleich wirkt die Aktie günstiger als viele große Software-Peers. Im konservativen Zukunftsszenario ergibt sich daraus ein attraktives Renditepotenzial, sofern die Analystenschätzungen eintreffen.

SAP wurde stark mit der allgemeinen Neubewertung von Software-Aktien nach unten gezogen; relativ zur eigenen Historie wirkt die Aktie heute günstiger, zur sektorüblichen Tech-Bewertung eher fair. Operativ bleibt SAP mit sehr hohen Margen, starkem Free Cashflow und netto praktisch schuldenfrei ein Qualitätswert. Die KI-Debatte (u.a. Einordnung von Jensen Huang, wonach KI Tools eher nutzt als ersetzt) bietet Chancen auf Erholung, aber das Risiko weiterer Multiple-Kompression im Sektor bleibt. Für Langfristanleger interessant – sofern man dieses Sektorrisiko mitträgt.


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