Zoetis ist eine stark gefallene, inzwischen deutlich günstiger bewertete Aktie aus dem Gesundheitsbereich: Der Kurs ist auf ein Niveau zurückgekommen, das zuletzt Jahre zuvor zu sehen war, während die Gewinne inzwischen deutlich höher liegen. Positiv hervorzuheben ist die hohe operative Marge, eine starke Kapitalrendite und eine attraktive Dividendenentwicklung. Das Umsatzwachstum ist dagegen eher niedrig. Die Verschuldung wirkt auf den ersten Blick erhöht, wird aber durch den starken freien Cashflow relativiert, da die Nettoschulden theoretisch in rund drei Jahren zurückgezahlt werden könnten. Fazit: Trotz Risiken rund um einzelne Tiermedikamente erscheint Zoetis fundamental solide und nach dem Kursrückgang bewertungstechnisch wieder interessant, sofern die Analystenschätzungen eintreffen.
In diesem Video werden vier große Konsumgüterkonzerne (Procter & Gamble, Unilever, Colgate-Palmolive und Henkel) anhand einer Bewertungsmatrix bezüglich Bewertung und Qualität verglichen. Dabei wirkt Henkel am ehesten unterbewertet, während Procter & Gamble und Unilever eher nahe am „fairen“ Bereich liegen; Colgate erscheint im Vergleich am teuersten. Alle vier Unternehmen verfügen über defensive Markenportfolios und stabile Cashflows, aber unterscheiden sich im Wachstum, der Verschuldung und der Dividendenattraktivität. Fazit: Für einen Einstieg kommen vor allem die aktuell günstiger bewerteten Titel infrage, trotzdem sollte man wegen der unterschiedlichen Risiken (z. B. Schulden, Wachstum) weiter recherchieren.
Mastercard wird als „asset-light“ Zahlungsnetzwerk beschrieben, das wirtschaftlich eher wie ein Tech-Unternehmen funktioniert: hoch skalierbar, sehr margenstark und Profiteur des Trends zu digitalen Zahlungen. Nach der Korrektur wirkt die Aktie im Verhältnis zu Gewinnwachstum und historischer Bewertung deutlich attraktiver als zuvor, auch wenn sie traditionell oft mit einem Aufschlag gehandelt wurde. Qualitativ überzeugt Mastercard vor allem durch starke Margen, hohe Kapitalrenditen und viel freien Cashflow, der in Aktienrückkäufe und (kleine, aber steigende) Dividenden fließt. Unterm Strich: ein sehr hochwertiges Unternehmen, bei dem die aktuelle Schwäche eher wie eine seltenere Chance wirkt – vorausgesetzt, das prognostizierte Wachstum hält.
Im zweiten Teil der SaaS-Serie werden Intuit, Shopify, CrowdStrike und Datadog verglichen: Intuit wirkt nach der starken Korrektur am „saubersten“ bewertet, mit soliden Gewinnen, Dividendenwachstum und insgesamt hoher Qualität. Shopify, CrowdStrike und Datadog haben zwar hohes Wachstum und teils starke Cash-/Liquiditätspositionen, bleiben aber aus Sicht der Fundamentaldaten sehr hoch bewertet. Bei diesen drei hängt viel davon ab, ob der Markt weiterhin bereit ist, die hohen Bewertungsaufschläge wie in der Vergangenheit zu zahlen – sonst droht weiteres Korrekturpotenzial.
Im Video werden fünf große SaaS-Aktien (Adobe, Oracle, Salesforce, Workday, ServiceNow) nach dem KI-bedingten Kursrutsch verglichen: Adobe und Salesforce wirken nach der starken Korrektur günstig bei weiterhin guter Qualität, Workday ebenfalls eher attraktiv durch niedrigere Bewertung und erwartetes Wachstum. Oracle ist eher „okay“, aber mit mehr Bilanz-Risiko (v. a. Verschuldung) und deshalb weniger klar ein Schnäppchen. ServiceNow gilt zwar als qualitativ stark, wird aber trotz Rückgang noch als relativ teuer eingeordnet, sodass weiteres Rücksetzer-Potenzial möglich ist.
Im dritten Teil werden Alphabet, Apple und Tesla nach der Korrektur eingeordnet: Alphabet und Apple gelten weiterhin als sehr hochwertige Unternehmen, wirken aber trotz Rücksetzer eher (leicht) teuer – viel Rendite hängt davon ab, dass die hohen Bewertungsniveaus bleiben oder die Gewinne stärker als erwartet wachsen. Tesla sticht dagegen als klar am stärksten überbewertet heraus, weil die Gewinne schwanken und die Bewertung sehr viel „Fantasie“ einpreist. Fazit: Alphabet/Apple solide, aber nicht unbedingt Schnäppchen; Tesla bleibt ein spekulativer Wert mit höherem Risiko.