Gewinn- und Verlust: Microsoft Corporation

Jahresbilanz

Hinweis: Der aktuelle Jahresbericht (Form 10-K von 2025) kann hier abgerufen werden.

Der Umsatz von Microsoft Corporation betrug für das Geschäftsjahr 2025 insgesamt 281,7 Mrd USD.
  Der Umsatz konnte in 2025 um 14,9% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der Umsatz wurde in 7 Hauptsegmenten generiert. Dabei war Server Products And Tools das Segment, in dem mit 34,9% Anteil der höchste Umsatz erwirtschaftet werden konnte.
Die weiteren Segmente waren Microsoft Three Six Five Commercial Products And Cloud Services mit 31,1%, Gaming mit 8,3%, Linked In Corporation mit 6,3%, Devices mit 6,2%, Search And News Advertising mit 4,9% und Others mit 8,2%.

Die direkten Kosten, die für die Bereitstellung bzw. Produktion der Produkte oder Dienstleistungen aufgewendet werden mussten, beliefen sich auf 87,8 Mrd USD (Herstellungskosten bzw. Cost of Revenue). Diese Kosten umfassen zum Beispiel Löhne und Gehälter, aber auch Rohstoffe, die für die Herstellung benötigt werden, sowie Kosten für Maschinen und Gebäude.

Übrig bleibt dann der Bruttogewinn bzw. Gross Profit. Dieser betrug demnach 193,9 Mrd USD. Die Bruttomarge, also der Anteil des Bruttogewinns am Umsatz, betrug folglich 68,8%
  Der Bruttogewinn konnte in 2025 um 13,4% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
  Allerdings ist die Bruttomarge um 0,9 Prozentpunkte gefallen. Das bedeutet, dass die Stückkosten für die Bereitstellung der Produkte gestiegen sind.
  Vergleicht man diese Marge mit der anderer Unternehmen aus dem Sektor Technologie, dann ist die Bruttomarge von Microsoft Corporation überdurchschnittlich hoch.

Neben den Herstellungskosten fielen auch administrative Kosten an, die nicht direkt der Herstellung bzw. Bereitstellung der Produkte zugeordnet werden können. Diese Betriebskosten (Operating Expenses) betrugen in 2025 insgesamt 65,4 Mrd. USD.

Die Betriebskosten teilen sich wie folgt auf:

● Forschung und Entwicklung32,5 Mrd. USD49,7%
● Vertrieb und Marketing25,7 Mrd. USD39,2%
● Allgemeines und Verwaltung7,2 Mrd. USD11,1%

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich in 2025 um 2,98 Mrd. USD erhöht. Insgesamt beliefen sich diese Ausgaben auf 11,5% vom Umsatz. Dieser Anteil wurde gegenüber dem Vorjahr um 0,51 Prozentpunkte reduziert.

Die Betriebskosten gehen vom Bruttogewinn ab, so dass ein Operativer Gewinn von 128,5 Mrd USD, verbleibt. Demnach ist die Operative Marge, also der Operative Gewinn im Verhältnis zum Umsatz, 45,6%.
  Vergleicht man diese Marge mit der anderer Unternehmen aus dem Sektor Technologie, dann ist die Operative Marge von Microsoft Corporation in den Top 25% aller Vergleichsunternehmen.

Auf den Operativen Gewinn mussten Steuern in Höhe von 21,8 Mrd. USD gezahlt werden, was einem Steuersatz von 17,6% entspricht.

  Die Anzahl der Aktien in 2025 erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 0,0%. Dadurch teilt sich der Umsatz, der Gewinn und die Dividenden auf mehr Aktien auf, so dass der einzelne Aktionär durch diese Situation benachteiligt wird.

  Der Gewinn war in 2025 mit 13,70 USD pro Aktie positiv und konnte gegenüber dem Vorjahr um 15,5% gesteigert werden.

EBITDA versus Nettogewinn von Microsoft Corporation
Jahresbilanz
aktienbewertung.info
Eine andere Betrachtungsweise der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Verhältnis zwischen dem EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, zu deutsch Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen) und dem Nettogewinn.
Denn z.B. Abschreibungen können implizit sowohl in den Herstellungskosten als auch den Betriebskosten enthalten sein und werden somit in der obigen Darstellung nicht explizit ausgewiesen. Dabei sollte beachtet werden, dass z.B. Abschreibungen und Wertminderungen keine tatsächlichen Kosten sind, die einen Geldfluss verursachen. Vielmehr sind sie lediglich auf dem Papier bilanztechnisch vorhanden, um den Nettogewinn und damit die Steuerlast zu senken.
Das EBITDA für 2025 betrug 160,16 Mrd USD. Die Abschreibungen und Wertminderungen, die später dem Cashflow wieder hinzugerechnet werden müssen, beliefen sich insgesamt auf 34,15 Mrd USD. Damit ergibt sich ein EBIT (Earnings before interest and taxes) von 126,01 Mrd USD.
Kommentare5
BI
bibo
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Halo Max,
super freut mich. Der Screener berücksichtigt KGV, KUV und KBV, aber nicht KCF oder bereinigtes KGV. Einige, vielleicht auch mehr Aktien, erscheinen damit nicht, wenn ich günstige Bewertung einstelle, da es immer wieder vorkommt, dass das unbereinigte KGV aufgrund z. Bsp. von Abscheibungen usw. eher teuer erscheint, während die Aktie jedoch günstig bewertet ist wenn der bereinigte Wert oder KCF herangezogen würde. Damit bleiben diese Werte unter dem Radar (Bsp. Halozyme). Planst Du hier etwas?
Gruß
Gerd

20.02.2026 17:10
AD
Admin

Hallo Gerd,
das kann ich gerne implementieren, im Laufe der nächsten Woche.
VG Max

20.02.2026 22:09
BI
bibo
Antworten

Hallo Max,
bei der Durchsicht einiger Unternehmen, speziell solcher, die stark investieren - also große Teile des erwirtschaften Geldes für Produktweiterentwicklung, Kapazitätsausbau, Schuldenabbau usw. verwenden, macht die FCF.-Bewertung keinen Sinn (Bsp. Amazon). Hier wäre es schön so etwas wie den operativen CF im Bewertungschart sehen zu können. Ist das ein Thema für Dich?
Gruß
Gerd

17.02.2026 15:30
AD
Admin

Hallo Gerd,
Operativer Cashflow steht ganz oben auf meiner ToDo-List. Wird auf jeden Fall demnächst kommen!
VG Max

19.02.2026 21:38
BI
bibo

Hallo Max,
das ist schön zu hören. Finde echt klasse, wie Du mit mir als Kunden umgehst. Wo ich kann und Gelegenheit bekomme empfehle ich Dein Tool und Dich weiter.
Gruß
Gerd

21.02.2026 19:46
NO
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