Hinweis: Der aktuelle Jahresbericht (Form 10-K von 2024) kann hier abgerufen werden.
Der Umsatz von Johnson & Johnson betrug für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt 88,8 Mrd USD.
Der Umsatz konnte in 2024 um 4,3% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Die direkten Kosten, die für die Bereitstellung bzw. Produktion der Produkte oder Dienstleistungen aufgewendet werden mussten, beliefen sich auf 27,5 Mrd USD (Herstellungskosten bzw. Cost of Revenue). Diese Kosten umfassen zum Beispiel Löhne und Gehälter, aber auch Rohstoffe, die für die Herstellung benötigt werden, sowie Kosten für Maschinen und Gebäude.
Übrig bleibt dann der Bruttogewinn bzw. Gross Profit. Dieser betrug demnach 61,4 Mrd USD. Die Bruttomarge, also der Anteil des Bruttogewinns am Umsatz, betrug folglich 69,1%
Der Bruttogewinn konnte in 2024 um 4,7% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Auch die Bruttomarge konnte um 0,3 Prozentpunkte ausgebaut werden. Das bedeutet, dass die Stückkosten für die Bereitstellung der Produkte gesenkt werden konnten.
Vergleicht man diese Marge mit der anderer Unternehmen aus dem Sektor Gesundheit, dann ist die Bruttomarge von Johnson & Johnson überdurchschnittlich hoch.
Neben den Herstellungskosten fielen auch administrative Kosten an, die nicht direkt der Herstellung bzw. Bereitstellung der Produkte zugeordnet werden können. Diese Betriebskosten (Operating Expenses) betrugen in 2024 insgesamt 39,2 Mrd. USD.
Die Betriebskosten teilen sich wie folgt auf:
| ● Forschung und Entwicklung | 17,2 Mrd. USD | 44,0% |
| ● Allgemeines, Vertrieb, Verwaltung und Marketing | 22,0 Mrd. USD | 56,0% |
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich in 2024 um 2,15 Mrd. USD erhöht. Insgesamt beliefen sich diese Ausgaben auf 19,4% vom Umsatz. Dieser Anteil wurde gegenüber dem Vorjahr um 1,69 Prozentpunkte ausgebaut.
Die Betriebskosten gehen vom Bruttogewinn ab, so dass ein Operativer Gewinn von 22,1 Mrd USD, verbleibt. Demnach ist die Operative Marge, also der Operative Gewinn im Verhältnis zum Umsatz, 24,9%.
Vergleicht man diese Marge mit der anderer Unternehmen aus dem Sektor Gesundheit, dann ist die Operative Marge von Johnson & Johnson in den Top 25% aller Vergleichsunternehmen.
Auf den Operativen Gewinn mussten Steuern in Höhe von 2,6 Mrd. USD gezahlt werden, was einem Steuersatz von 15,7% entspricht.
Die Anzahl der Aktien verringerte sich in 2024 gegenüber dem Vorjahr um 5,0%. Dadurch teilt sich der Umsatz, der Gewinn und die Dividenden auf weniger Aktien auf, so dass der einzelne Aktionär von dieser Situation profitiert.
Der Gewinn war in 2024 mit 5,84 USD pro Aktie zwar positiv, war aber gegenüber dem Vorjahr um 57,9% niedriger.
Im Video ist der bereinigte Gewinn für das Jahr 12/2023 mit 10,43 angegeben.
Bei Seekingalpha und Fastgraphs aber mit 9,92, die anderen Werte sind identisch.
Warum ist das so ?
Hallo marty,
vielen Dank für diesen Hinweis.
Der Wert von 10,43 USD ist die Summe der Quartalsergebnisse für 2023 ( Q1: $2,68, Q2: $2,80, Q3: $2,66, Q4: $2,29).
Unser Datenprovider liefert quartalsbasierte Werte, und wir addieren diese, um das Jahresergebnis zu ermitteln. Leider gibt es in 2023 eine Diskrepanz zum offiziell herausgegebenen Wert von JNJ (9,92 USD).
Der Grund ist die Art und Weise, wie JNJ den Bereinigten Gewinn auf Jahresbasis berechnet hat.
Dieser basiert auf dem gesamten bereinigten Nettogewinn des Jahres, geteilt durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien (weighted average diluted shares outstanding) über das gesamte Jahr. Die quartalsweisen Werte verwenden jeweils die gewichtete Aktienanzahl nur für das entsprechende Quartal, was zu Abweichungen führt, wenn sich die Aktienbasis im Laufe des Jahres verändert – z. B. durch Aktienrückkäufe, Ausgaben im Rahmen von Mitarbeiterprogrammen oder strukturelle Ereignisse wie Spin-offs.
JNJ hat im August 2023 den Consumer-Health-Bereich (Kenvue) abgespalten, was zu einer signifikanten Anpassung der Aktienstruktur führte. Dies umfasste eine Börsennotierung (IPO) im Mai und einen Aktientausch im August, der die Anzahl der ausstehenden Aktien beeinflusste und den historischen Ergebnissen eine Neubewertung als fortgeführte Operationen (continuing operations) auferlegte. Der gewichtete Jahresdurchschnitt (ca. 2.560 Millionen diluted shares) berücksichtigt diese Veränderungen über das gesamte Jahr, während die Quartalswerte vor und nach dem Spin-off unterschiedliche Basen verwenden. Zudem fließen nicht-rekurrente Anpassungen (z. B. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Talc-Litigation-Kosten von ca. $7 Milliarden oder der nicht-bare Gewinn aus dem Spin-off von ca. $21 Milliarden, der aus dem adjusted EPS ausgeschlossen wird) ungleichmäßig in die Quartale ein, was die Addition verzerrt.
Um diese Verzerrungen zu vermeiden haben wir nun den Bereinigten Gewinn für 2023 korrigiert auf das offizielle Unternehmensergebnis.